Fakten

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltungsbranche ist enorm. Die Folgen einer möglichen Insolvenzwelle treffen nicht nur die Veranstaltungsbranche selbst, sondern die gesamte deutsche Wirtschaft. Hier zeigen wir aktuelle Zahlen und Zusammenhänge, deren Grundlage eine aktuelle Studie des R.I.F.E.L. Instituts bildet. Die komplette Studie kann hier eingesehen werden.

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Eine deutschlandweite Aktion der Veranstaltungswirtschaft. Die „Night of Light“ richtet einen Appell an die Politik, der im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar macht, in welcher Notsituation sich der komplette Wirtschaftszweig befindet. Der solidarische Zusammenschluss aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations in ganz Deutschland, zeigt das Ausmaß der Betroffenheit. Mehr unter www.night-of-light.de 

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Mit jährlich ca. 424 Millionen Besuchenden aus dem In- und Ausland sorgt die Veranstaltungsbranche für erhebliche Umsätze in Branchenbereichen der Gastronomie, Hotellerie und vielen weiteren Branchen. Fallen Veranstaltungen weiterhin aus, verschwindet auch die hohe Umfeldrentabilität, die den Kassen von Bund und Ländern jährlich ca. 20 Milliarden Euro Umsatzsteuereinnahmen einspielt.

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first in, last out – Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der Coronakrise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Dies liegt daran, dass Veranstaltungen immer auf dem Zusammenkommen und dem sozialen Kontakt von vielen Menschen beruhen. Einschränkungen oder Verbote im Zusammenkommen bedeuten daher auch den Ausfall von Veranstaltungen. 

Die Unternehmen aus den Bereichen Veranstaltungstechnik, Messebau, Logistik, Agenturen, Locations, die selbstständigen Einzelunternehmer etc. und die große Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben die ersten Absagen bereits im Februar 2020 ereilt. Dem folgten administrative Veranstaltungseinschränkungen und -verbote, sodass ab Mitte März alle kommenden Aufträge entfielen.

Viele Unternehmen haben innerhalb weniger Werktage den gesamten Auftragsbestand verloren. Der Umsatz nahezu aller Unternehmen liegt seit Mitte März bei null. 


Die Veranstaltungswirtschaft ist überwiegend eine Dienstleistungsbranche. Leistungen, die heute nicht erbracht werden können, sind morgen nicht nachzuholen. Selbst bei sehr hoher Nachfrage nach der Krise und zeitlich idealer Auslastung wird nur eine geringe Kompensationsmöglichkeit bestehen.  


Unsere Branche stellt sich die Fragen: Wann wird wieder auf Tagungen beraten, auf Parteitagen diskutiert, auf Konzerten getanzt, an Kirchentagen gemeinsam gebetet und wann wird im Fußballstadion wieder die Lieblings-Mannschaft angefeuert? Wann dürfen wir wieder große Events, Messen und Kongresse umsetzen? 

 

Die Prognose – „first in, last out” 

Derzeit werden seitens der Politik und der Medizinforschung verschiedene Szenarien in den Medien diskutiert, wann und in welchem Umfang die Einschränkungen weiter nach und nach gelockert oder aufgehoben werden können. Unbedingtes Ziel bleibt, die Infiziertenzahl und die daraus resultierende Belastung für das Gesundheitssystem sowie die Anzahl an Todesfällen gering zu halten. Dies begrüßen wir ausdrücklich. 

Die Industrie- und Produktionsbetriebe, der Einzelhandel und andere Dienstleistungen konnten in einem gewissen Rahmen ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen. Große Veranstaltungen werden unserer Einschätzung nach lange unmöglich sein. Es ist davon auszugehen, dass erst nach Verfügbarkeit eines Impfstoffs größere Menschenansammlungen wieder erlaubt werden können. 

Die Veranstaltungswirtschaft besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen aus den Bereichen Veranstaltungstechnik, Messebau, Logistik, Agenturen, Locations, etc. – vom Kleinunternehmen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Branche ist direkt bedroht.

Stand 23. Juni 2020